China: Qingdao

Qingdao kommt uns klein, ruhig und entspannt vor. Es leben hier auch nur ca. acht Millionen Menschen. Wenig für chinesische Verhältnisse. 

Wir wohnen etwas außerhalb des Zentrums in einem kleinen Hotel, das zufällig direkt an einer U-Bahn Station liegt. Das ist deswegen erwähnenswert, weil die U-Bahn ganz neu ist und bis jetzt nur aus zwei Linien mit ein paar Haltestellen besteht. Die Stationen glänzen noch richtig vor Sauberkeit. Da die U-Bahn für die Bewohner*innen noch so neu ist, sind überall Anleitungen zum richtigen Verhalten beim Benutzen des Verkehrsmittels zu finden. Zahlreiche Angestellte sind dafür da, den Weg zu den U-Bahn Zügen zu zeigen, Fragen zu beantworten, bei Bedarf beim Einsteigen zu helfen, und und und. Trotzdem benutzen noch nicht sehr viele Leute in Qingdao die U-Bahn, wir bekommen immer einen Sitzplatz.

eine der neuen U-Bahn-Stationen

Die Stadt selbst ist genauso modern und sauber wie die U-Bahn. Und da sie am Meer liegt, wirkt alles ein wenig entspannter. Die Luft ist sauber und der Verkehr vergleichsweise ruhig. Man kann am Strand entlangschlendern und dahinter die Skyline betrachten, es wird viel gebaut und es gibt dementsprechend viele Kräne. Das führt natürlich zu zusätzlichen Sympathiepunkten 😁.

Hochhäuser & Kräne
Skyline & Strand

Bekannt ist Qingdao aber vor allem für sein Bier. Es schmeckt wirklich gut und man kann es auch bei uns zu Hause unter dem Namen Tsingtao kaufen. Frisch gezapft wird es von den Einheimischen hier am liebsten in einen Plastiksack (!) gefüllt und so transportiert. Im Biermuseum erfahren wir Wissenswertes zur Geschichte der Brauerei: früher war Qingdao eine deutsche Kolonialstadt, und so wurde 1903 die Brauerei von deutschen Siedler*innen gegründet. Mittlerweile ist sie die zweitgrößte Brauerei Chinas. In der Altstadt finden sich noch heute Gebäude in deutschem Stil.

Bierverkostung im Biermuseum
Plastikbier
Biertransport im Plastiksack

Unser erstes Gericht in Qingdao nehmen wir in einem ziemlich abgelegenen Restaurant zu uns. Es ist das einzig geöffnete, das wir finden. Westliche Gäste scheinen hier nicht sehr oft herzukommen, da wir große Aufmerksamkeit von den anderen Gästen und dem Personal bekommen. Alle sind extrem um uns bemüht und tischen uns eine unendliche Anzahl an rohem Gemüse & Pilzen, Tofu, Eiern und Glasnudeln auf. In der Mitte unseres Tisches steht eine kochend heiße Brühe, in die wir die rohen Zutaten hineingeben müssen, bis sie gegart und somit essfertig sind. Danach werden die gegarten Zutaten aus der Brühe gefischt, in verschiedenen Dips eingetunkt und heiß gegessen. Dieses Gericht nennt sich Hotpot und ist in China sehr beliebt. Es wird uns jeder Schritt genau erklärt (bzw. so genau es halt geht mit Zeichensprache und Google Translate) und wir bekommen sogar Komplimente für unsere mit-Stäbchen-Esskünste 😄.

beim Hotpot essen

***

In den meisten Restaurants in Qingdao ist das Geschirr in Plastikfolie eingeschweißt. Dadurch soll gezeigt werden, dass es gereinigt wurde und hygienisch einwandfrei ist. Ein weiteres Qualitätsmerkmal in Lokalen sind die prominent platzierten Monitore, die den Gästen eine Live-Übertragung in die Küche bieten.

Geschirr in Plastik verpackt
Soo viel zu essen!

Nach ausgiebigen Strandspaziergängen, Bierverkostungen und köstlichen Mahlzeiten neigt sich unser Aufenthalt in Qingdao viel zu schnell dem Ende zu. Aber dafür freuen wir uns auch schon auf unsere bevorstehende erste Fahrt mit einer Nachtfähre!

 

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